ÖFFNUNGSZEITEN: 
ERGOTHERAPIE    Mon – Fr: 8:00 bis 18:00 Uhr
Ergotherapie in Pettenbach 
(Bezirk Kirchdorf an der Krems)

Im folgenden Artikel möchte ich darauf eingehen, was du machen kannst, damit du mehr Lebensqualität spürst und freudvoller in deinem Alltag handeln kannst. Ich gehe darauf ein, was das mit Werten, Zielen und Affirmationen ("Kraftsätze") zu tun hat und wie uns der innere Schweinehund oft in die Quere kommt.  Du findest auch eine Werteliste, wo du für dich mal herausfinden kannst, was deine Werte sind!

Meist meinen wir, es sind die großen Dinge, die unsere Lebensqualität beeinflussen und uns glücklicher handeln lässt. Der Sommerurlaub in ferne Länder oder andere ausgefallene Dinge.

Doch es sind die kleinen Alltagsfreuden die zu Lebensqualität und Ausgeglichenheit führen.

Meist machen wir Dinge die uns gut tun, nur so lange, bis wir uns super fühlen und danach lassen wir es wieder schleifen, bis wir merken, STOPP, irgendwas lässt uns anders fühlen. Bis wir erkannt haben, dass wir wieder in unsere alten Verhaltensmuster gekippt sind.

Stelle dir mal folgende Frage:

Welche Verhaltensmuster lassen dich nicht gut fühlen? Das können sein, gleich am Morgen das Handy zu betätigen, bis spät in die Nacht am Handy und Laptop sein, zu viel Kaffee, ungesundes Essen, wenig Bewegung...

Stelle dir nun die Frage, welche positiven Verhaltensweisen und Routinen tun dir richtig gut:

Gleich in der Früh eine Runde laufen/spazieren gehen, der warme Tee in der Früh, das Powernapping, Socialmedia auf’s Minimum reduzieren, Yoga, Tagebuch schreiben, Meditation, Sportkleidung schon so positionieren – dass du motivierter bist und fast „drüber fällst“, nach der Arbeit statt Netflix an – einfach eine Runde auf der Couch entspannen und atmen etc.

Meist setzen wir uns Routinen im Alltag, wenn wir aus einem alten und negativen Muster ausbrechen wollen. Diese Routinen unterstützen unser Gehirn, ein neues und positives Muster einzuschleifen. Routinen und Rituale sind also dann sinnvoll, wenn es in bestimmten Bereichen nicht so rund läuft. Das ist auch oft der Grund, warum wir damit wieder aufhören, wenn es uns gut geht.

Ich bin der Meinung, dass uns zu viele Routinen auch einengen können und uns Druck machen können, wenn es ausartet. Wenn wir zum Beispiel meinen, ohne diese Routine läuft unser Leben aus dem Ruder und wir brauchen sie. Wenn wir uns zum Beispiel schlecht fühlen oder ein schlechtes Gewissen haben, wenn wir unsere Routine mal verändern. Das wäre kontraproduktiv und ist nicht sinnvoll.

Also ohne Druck und aus der Leichtigkeit hier zu agieren uns sich zu fragen, welche Routinen mir gut tun, sind förderlich, wenn sie ohne Druck ausgeführt werden. Sie sollten einem Freude machen. Macht es einem keine Freude mehr, dann ist diese Routine zu hinterfragen.

Wann kippen wir aus unserer Routine, obwohl wir wissen, sie täte uns gut?

Es gibt ja den sogenannten Schweinehund, dieser Schweinehund durchquert meist unsere Pläne mit negativen Sätzen wie, "ach komm, geh heute nicht spazieren, es ist so kalt, leg dich lieber vorm Fernseher hin.... das täte dir besser..."
Er lockt uns mit falschen Versprechungen und Versuchungen. Der erste Schritt, diesen inneren Schweinehund zu durchbrechen wäre, dass du dir einfach mal bewusst machst, wann und in welcher Form er auftritt. Zu erkennen, wann ist es der Schweinehund und wann, tut mir jetzt zum Beispiel Sport wirklich nicht gut, sondern eher die Entspannung mit einem Buch, ist anfangs ein Lernprozess.

Sich zu fragen, welche Routinen mich antreiben und mich in einen Flow kommen lassen, beeinflusst die Lebensqualität als auch die Zielerreichung enorm.

Sich Ziele zu setzen, halten uns gesund, lassen und handeln und betätigen. Der Spruch, „Wer rastet der rostet“ ist ja allgegenwärtig bekannt.

Nicht umsonst fallen viele ältere Menschen, wenn sie in die Pension gehen, in eine Depression, weil sie sich plötzlich handlungsunfähig und ziellos fühlen.

Daher sind Ziele, die ich mir in meinem Beruf, in Beziehungen, was meine Persönlichkeit betrifft, die Freizeit, die Erholung stecke, extrem gesundheitsfördernd.

Welche Ziele ich mir setze, hängen vielfach von unseren Werten ab. Sich diese mal bewusst zu machen, was mich im Leben denn antreibt, was mir wichtig ist, wo ich tiefe Erfüllung spüre, kann hierbei helfen.

Hier findest du eine Werteliste, wo du dir im ersten Schritt die 30 wichtigsten heraussuchst. Im nächsten Schritt, reduzierst du sie auf 10 und im letzten Schritt auf deine aktuellen 5 wichtigsten Werte.

Werteliste: HIER

Werte verändern sich übrigens im Laufe der Zeit und je nach Lebensphase! Sie können also immer wieder hinterfragt werden und sich verändern. Sie ändern sich nicht jeden Tag ;-).

Auf der Basis von diesen Werten, können also Ziele abgeleitet werden. Und für dich bedeutungsvolle Routinen und Verhaltensweisen entstehen. Und je nach dem, bedeutungsvolle Betätigungen gefunden werden, die dich zu deinen Zielen führen.

Und das sind Dinge, die direkt in deinem Alltag durchgeführt werden. Diese kleinen Dinge sind es, dich dich letztendlich zufrieden fühlen lassen.

Damit du nicht so schnell vom Weg abkommst und wieder in deine alten negativen Verhaltensmuster kippst, können dir unterstützende "Kraftsätze" helfen. Auch schon für Kinder, sind solche sehr hilfreich, vor allem wenn sie Selbstzweifel haben. Ich setze in meiner täglichen Arbeit sehr häufig solche Kraftkarten ein. Zum Beispiel diese hier von Sabine Brengel finde ich einfach zauberhaft: Kraftkarten

Dem Gehirn ist es übrigens grundsätzlich egal, was du ihm sagst. Er leitet die Infos bewertungsfrei weiter. Erst im limbischen System wird es mit deinen Werten und Gefühlen abgeglichen. Wenn du ihm sagst, „Ich schaffe das nicht“ – dann leitet es das weiter und du wirst durch die selbsterfüllende Prophezeiung es wirklich nicht schaffen. Sagst du ihm, „Ich schaffe das“ leitet er es ebenfalls neutral weiter und du wirst es schaffen, wenn auch deine Gefühle in Einklang mit dieser Aussage sind.

Wie fühlst du nun auch, was du denkst und sagst?

In dem du auf vergangene Erfahrungen zurückgreifen kannst, die dich bestätigen. „Ach ja, in der Vergangenheit habe ich dieses oder jenes auch schon geschafft“...

Wenn du dich wieder dran erinnerst, lässt du automatisch auch positive Gefühle damit in Erscheinung treten und es lässt dich gut fühlen.

Ist es etwas Neues, was du schaffen möchtest, dann kannst du sehr wohl ähnliche vergangene Situationen mit dieser neuen Sache verknüpfen. Unser Gehirn ist so ausgelegt, dass durch die sogenannte Neuroplastizität immer wieder neue Verknüpfungen entstehen können.

Schaffe also Erfahrungen, wo du durch positive erlebte Gefühle deine Affirmationen stärken kannst, dass sie nicht bloß positive Aussagen sind, sondern auch wirklich bestärkende Sätze die dich an dein Ziel bringen!

Du fragst dich, was hat das Ganze auch mit Ergotherapie zu tun?

Ganz einfach, Ergotherapeuten sind Experten was den Alltag betrifft, egal ob bereits krank oder als Gesundheitsförderung. Ergotherapie beruht auf einer handlungsorientierten Wissenschaft, wo der Mensch als Ganzes erfasst wird. Nämlich seine Handlungen, die er ausführt, motiviert und bestimmt, von Körper-Geist und Seele. Hat der Mensch für ihn bedeutungsvolle Aktivitäten gefunden, hat dies eine heilende Wirkung!

Manchmal hat aber auch die Umwelt oder das Umfeld Erwartungen an uns und wir müssen Handlungen durchführen. Es müssen Dinge erledigt werden, die man sich nicht selber aussucht, sondern die einfach gemacht werden müssen. Diese bestimmen ebenfalls unsere Handlungen, denn der Mensch ist hier eingebettet. Du kennst das vielleicht, es gibt Dinge, die gemacht werden müssen, obwohl sie einem nicht so Spaß machen. Und hier können Routinen ebenfalls unterstützend wirken.

Wir alle putzen uns die Zähne, auch wenn es uns mal nicht freut, oder die Eltern möchten, dass das Kind leserlicher schreibt, oder die Umwelt verlangt, dass man sich in der Öffentlichkeit entsprechend sozial verhält. Ergotherapeuten betrachten den Mensch von seinem Umfeld und von seiner Umwelt aus. Wir beziehen dies in unsere Therapie (individuell - je nach Klient und Diagnose) mit ein!

Wir alle haben einen Alltag, denn wir können nicht 365 Tage im Jahr auf Urlaub sein, dies würde uns nicht glücklicher machen. Und auch im Urlaub entsteht mal ein Alltag. Ich sehe es als meine Herzensaufgabe, Menschen/Kinder zu unterstützen, wie sie in ihrem Alltagsleben so handeln können, dass es ihnen gut geht und sie freudvoller ihrem Leben nachgehen können!

Warum das Umfeld, als auch die Umwelt für die Fortschritte in der Therapie maßgeblich sind

Der Hauptklient in der Therapie ist der Betroffene selbst. Zu den Nebenklienten zählen die nächsten Angehörigen (Partner, Tochter, Sohn etc.)

Im Moment behandle ich gerade einen Schlaganfall Klienten, zuhause im häuslichen Umfeld. Dieser ist mein erster Klient wo das Umfeld (Tochter, 24 h Pflege) nonstop in der Therapie dabei sind. Er ist mein erstes Paradebeispiel, wo die Angehörigenberatung und die aktive Mitarbeit dieser, als auch des Klienten optimal sind.

Natürlich ist dies nicht immer möglich, gerade wenn der Klient alleine lebt, das ist mir schon bewusst. Aber in so einem Fall, könnte man zum Beispiel erarbeiten und besprechen, ob es denn nicht jemanden gibt, der wenigstens einmal in der Woche zusätzlich zur Therapie mit ihm übt.

Die Fortschritte bei diesem Klienten wo es so optimal funktioniert, sind auch die Therapiefortschritte extrem positiv. Ebenso die Stimmung und die Motivation des Klienten.

Daher liebe ich meine Arbeit als Ergotherapeutin, weil es mir wieder mal zeigt, wie ganzheitlich orientiert wir arbeiten und immer das Umfeld, als auch die Umwelt (Anpassung, kleine Veränderungen, Sitzplatz, etc.) mit in die Therapie miteinbeziehen. Wir arbeiten so sorgfältig und haben so einen wachen Blick, auch für die kleinsten Details. Wir analysieren ständig... manchmal ganz schön anstrengend ;).

Das nächste ist, der Klient übt fast täglich. Die Angehörigen nehmen sich die Zeit, besorgen notwendige Materialien und filmen mich sogar bei der Therapie, weil sie alles aufsaugen wollen, was sie dann selber machen können.

Ich erkläre ganz viel und mache Psychoedukation und weise darauf hin, warum, was gut ist, wieso dieses oder jenes nicht.

Der Klient weiß, warum er selber üben muss und es ganz wichtig ist, mitzumachen. Er hat selber den Ansporn und wird dadurch in die Eigenverantwortung gebracht. Wir konzentrieren uns auf die Fortschritte und ich weise immer wieder darauf hin, was sich schon verbessert hat.

Ich erkläre den Angehörigen/24 h Pflege, warum man nicht zu viel übernehmen sollte, sondern lediglich leicht unterstützen soll, je nach dem was nötig ist. Der Spruch „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“ fällt mir an dieser Stelle wieder ein, wenn es um das Thema Hilfestellung geht. Gerade bei den 24 h Pflegern ist eine Aufklärung, warum es so gut ist, den Klient so viel wie möglich selber machen zu lassen, sehr bedeutsam. Sie meinen es überhaupt nicht böse, wenn sie so flink sind und alles machen wollen. Aber, für den Fortschritt in der Therapie kann das hinderlich sein. Und darauf hinzuweisen ist manchmal mühsam, aber es lohnt sich für alle Beteiligten enorm.

Umfeldberatung, als auch die Umweltanpassung ist neben der Therapie mit dem Klienten selbst, eine nicht wegzudenkende ergotherapeutische Intervention und sollte nicht vergessen werden. Zumindest für mich ist jetzt nochmal mehr klar, wie wichtig die Zusammenarbeit und die Beratung zuhause sind.

[vc_row][vc_column][vc_column_text el_class=""]So oft heißt es, das Kind benötigt Ergotherapie, weil es sich selbst nicht spürt oder psychiatrische Klienten die ihren Körper nicht wahrnehmen...doch auch ganz viele gesunde Menschen passiert dies, wenn sie zu sehr im Kopf sind – dass sie dann ihren Körper nicht mehr gut spüren.

Auch ich kenne das von mir immer wieder mal... und da ist das Hilfreichste, dass man wieder einen Körperbezug zu sich herstellt, damit der Kopf still werden kann. Im Grunde würde es oft schon ausreichen, 3 mal tief zu atmen, damit es im Inneren still wird. Doch es gibt auch ein paar andere Ideen, wie du deinen Körper spürst, wenn es gedanklich gerade sehr laut ist! Du bekommst einige Tipps, was du machen kannst, wenn dein Kopf raucht und du nicht mehr weißt, wo dir der Kopf steht!

Raus aus dem Kopf gelingt dann, wenn du deine Sinnesorgane wieder schärfst und ins Fühlen und Wahrnehmen kommst – sprich in den Körper!

1.Zuerst einmal ist es hilfreich, sich bewusst zu machen: "Ah... ich bin gerade sehr im Kopf"

2. Im zweiten Schritt: annehmen der Situation, dass es gerade so ist. Erst wenn du den Zustand für dich mal annimmst, kannst du ihn auch verändern

Frage dich, welche Möglichkeiten fallen mir ein? Was könnte ich tun, um in den Körper zu kommen?

Kraftvolle Achtsamkeitsübung:

Achtsam im jetzigen Moment zu sein bedeutet, dass dort wo meine Gedanken hingehen, auch mein Körper folgt. Ich bin in dem Moment wo ich eine Handlung mache, mit meinen Gedanken voll und ganz dabei. Ich denke weder in die Zukunft, noch in die Vergangenheit. Weil wenn ich zum Beispiel unachtsam abwasche und mit dem Gedanken  abschweife, z.B. kommt der Gedanke, "ich habe Durst, ich will was trinken", wandern meine Gedanken dort hin und mein Körper folgt. Ich trinke  und unterbreche den Abwasch. Es sei denn, ich bin mir dessen bewusst. Ich gehe mit meiner Aufmerksamkeit nicht weiter diesem Gedanken nach, sondern kümmere mich wieder um den Abwasch.

Viel zu oft sind wir so im Kopf, dass wir Dinge nebenbei machen und nicht mit allen Sinnen spüren. Wir sind gedanklich immer beim nächsten Schritt.... und der Körper folgt. Was dazu führt, dass wir gedanklich hin und her springen, uns passieren Fehler, uns fällt was runter, sind ungeschickt... vielleicht kennst du das. Die folgende Übung kann dir helfen:

Leg dich ins Bett oder auf die Couch und schalte deine Sinnesorgane an: mache eine tiefe Bauchatmung und gehe alle Sinnesorgane durch:

Du kannst dich zuerst aufs Hören fokussieren (mit geschlossenen Augen): Hören: Was kannst du alles hören? Das Auto, Ticken der Uhr, vielleicht läuft die Waschmaschine, Vogel zwitschern, den Wind etc. Zähle alles laut auf, was du hören kannst.

Wenn du glaubst, schon alles gehört zu haben, frage dich nochmal: Was höre ich noch? So lange, bis du wirklich von der Achtsamkeit her ganz bei dir bist.

Sehen: Was kannst du alles sehen? Zähle alles auf, was du siehst in dem Raum wo du dich gerade befindest, sehen kannst.

Riechen: Was kannst du riechen? Riechst du überhaupt etwas?

Fühlen: Welche Körperstellen berühren die Unterlagen? Wo befinden sich die Fersen? Wo liegen sie auf? Der Hintern: Wo berührt er die Fläche? Ist es weich oder hart? Gehe alles durch, wo dein Körper die Unterlage berührt und spricht gedanklich mit wie es sich anfühlt.

Das Gehirn muss angeregt werden, einen anderen Sinneskanal zu nützen um mit dem ganzen Gedankenchaos aufzuhören.

Weitere Möglichkeiten um die Wahrnehmung in den Körper zu bringen:

Schaffe wieder einen Bezug zu deiner Umwelt

In der ergotherapeutischen Behandlung spielt auch der Einfluss der Umwelt auf das Handeln eine große Rolle. Es kann sein, dass räumliche Bedingungen hemmen oder uns unterstützen. Wenn wir beispielsweise etwas verändern, damit wir ergonomischer oder strukturierter handeln können. In diesem Fall kann es hilfreich sein, die Umwelt zu nützen, um im gegenwärtigen Moment zu sein.

Was du vermeiden solltest:

 

Du denkst dir jetzt vielleicht, na super. Nicht viel Neues dabei... Im Grunde hast du womöglich das schon 100 mal gehört oder gelesen oder hast sogar selber eine Idee was du machen kannst.

Zwischen lesen und Informationen aufnehmen und umsetzen, ist ein großer Unterschied. Wir nehmen tagtäglich so viele Informationen auf, dass wir schon alleine deswegen nicht mehr wissen, wo uns der Kopf steht. Wenn du das jetzt liest, leg danach dein Handy, Laptop, PC, alle diese informationsüberflutenden Geräte weg, denn sie bringen dich noch mehr in den Kopf.

Hole dir einfach in Erinnerung was du alles machen kannst und übe dich darin, dass in deinem Alltag zu etablieren, wenn du merkst, du bist wieder sehr im Kopf. Du wirst sehen, je schneller du das merkst und dagegen steuerst, wirst du dich daran gewöhnen, sodass du das immer früher bemerkst, dass es gerade unrund läuft und du vielleicht gerade sehr viel nachdenkst.

Anfangs ist ein mühsamer Prozess, doch es wird leichter werden, garantiert!

Ich freue mich, wenn ich dich inspirieren konnte. Wenn du Fragen hast, schreibe mir gerne an [email protected]

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[vc_row][vc_column][vc_column_text el_class=""]Ergotherapie ist ein Beruf, der immer mehr an Bedeutung gewinnt und auch bekannter wird. Zurecht, denn zu lange wurde das Potential, das in dem Beruf steckt übersehen. Für mich ist dieser Beruf einfach schön und erfüllend. Daher habe ich es zu meiner Mission gemacht, die Möglichkeiten dieser Therapieform den Menschen näher zu bringen. Damit maximal von einer Therapieform profitiert werden kann, die vielleicht noch gar nicht bekannt war, leiste ich mit einem Blog auf www.ergo-life.at/blog/  einen Beitrag dazu.

Als ich vor einigen Jahren in den USA war und auf die Frage nach meinem Beruf damit beantwortete, dass ich Occupational Therapist (Ergotherapeutin) sei, erweckte ich plötzlich reges Interesse.  Und noch mehr überraschte es mich, dass in den USA ERGOTHERAPIE jeder kannte und es hochgeschätzt war. Und eine Ergotherapie-Kollegin machte die selbe Erfahrung in Chile. In Chile ist der Beruf hoch angesehen. Sie wollten ihr fast die Füße küssen vor Hochachtung (nein, Spaß beiseite… 😉 ). Aber Ergotherapeuten genießen dort wohl sehr viel Anerkennung wie sie mir sagte.

Es wird Zeit, dass das in Österreich auch passiert - nicht das mit dem "Füße küssen", aber dass Ergotherapie ein nicht wegzudenkender und allseits bekannter Beruf wird. Ich bleibe auf alle Fälle dran 😉 !

Ergotherapie ist sehr breit gefächert und hat eine ziemlich große Bandbreite, was ich sehr liebe.

Meine eigene "Definition"

Wir arbeiten ähnlich wie in der Funktion als "Coach" oder "Trainer" mit fundiertem THERAPEUTISCHEM Zugang. Wir unterstützen den Mensch nach einer Erkrankung, Verletzung oder Beeinträchtigung, ein für ihn wichtiges Ziel im Alltag - sei es Arbeit, Schule, Kindergarten, Freizeit, Erholung, Selbsterhaltung (Körperpflege, Haushaltstätigkeiten, Regeln persönlicher Angelegenheiten), auf Handlungsebene zu erreichen. Wir arbeiten direkt am Klienten - zum Beispiel an der Motorik, an der Muskulatur, an der Sensibilität, als auch in einer begleitenden Rolle in Form von aktiver Anregung, Beratung, Aufklärung und Hilfe zur Selbsthilfe uvm.

Das kann sein:

In der Prävention wo Ergotherapeuten ebenfalls tätig sind bedeutet das:

Unter "therapeutisch" kannst du dir vorstellen, dass der erkrankte Mensch empathisch,  wertschätzend, neutral und wertfrei, lösungsorientiert, individuell und "ursachenerforschend" vom Therapeut geführt und begleitet wird. Wir holen ihn dort ab wo er steht und stärken die Ressourcen, sodass der Klient so selbstständig wie möglich wird bzw. der Gesundheitszustand erhalten wird.

TÄTIG SEIN als Ziel

Ergotherapie kommt aus dem Griechischen, abgeleitet von "ergein", was so viel heißt wie: TÄTIG SEIN. Man könnte sagen, wir sind Betätigungstherapeuten - aber nicht in Form von Animateure 😉 . Ergotherapie ist ein medizinisch anerkannter Gesundheitsberuf, wo davon ausgegangen wird, das TÄTIG Sein eine heilende Wirkung hat und uns gesund hält.

Wenn du keine Auswirkungen im Alltag (Schule, Kindergarten, Arbeit, Freizeit) bemerkst, ist alles gut und du benötigst keine Hilfe. Zum Problem wird es nur dann, wenn du oder Angehörige aufgrund einer Erkrankung gewisse Tätigkeiten nicht oder nur mehr schwer durchführen kannst.

Das ZIEL in der Ergotherapie ist, dass der Mensch, eingebettet in seiner Umwelt handeln oder zumindest teilhaben kann. Um eine Handlung durchzuführen, benötigt es kognitive, körperliche & sensorische, sowie sozial-emotionale Fähigkeiten. Dabei helfe ich als Ergotherapeutin ganz individuell. 

Was ist, wenn jemand nicht mehr AKTIV sein kann?

Hierbei sprechen wir in der Ergotherapie von Teilhabe. Es werden Möglichkeiten und Situationen mit dem Umfeld geschaffen, sodass der Klient, obwohl er körperlich nicht mehr selber tätig sein kann, jedoch emotional oder geistig an einer Handlung teilnimmt. Das kann die Spielerunde im Altersheim sein, wo der Klient liegend im Pflegebett dabei ist. Durch die Teilhabe und das Spüren der Energie der anderen Mitspieler, kann das für ihn Gesundheit und Wohlbefinden erzeugen.

Multimodale Therapie: Umwelt & Umfeld als wichtiger Part

Ergotherapeuten arbeiten multimodal. Das heißt, der Klient steht im Fokus als Hauptklient. Sein Umfeld (Angehörige, Eltern von Kindern) sind Nebenklienten - weil wir diese aufklären, beraten und in die Therapie miteinbeziehen etc. Wenn sich Probleme des Kindes auf die Schule/KIGA erstrecken, beziehen wir auch Pädagogen in die Therapie in Form von Beratung und Aufklärung, mit ein. Eltern, 24 h Pflege, Lehrer, Kindergartenpädagogen, Betreuer zählen zum Umfeld.

Die Umwelt (physische, kulturelle, soziale Umwelt) wird in der Ergotherapie sehr stark berücksichtigt. Das heißt, es beeinflusst eine Tätigkeit des Menschen, je nach dem wie er wohnt, in welcher Kultur er sich befindet und wieviele Sozialkontakte er hat.

All das läuft bei uns als Therapeut im Hintergrund, wo wir uns dazu Gedanken machen und  dies in unsere Therapie einfließen lassen. Es kann sein, dass an der Umwelt etwas verändert werden muss: Zum Beispiel passt der Arbeitsplatz von der Höhe her nicht, es ist etwas zu niedrig, zu weit weg, zu laut, zu leise, zu viele Reize, oder ähnliches, welche den Klient in einer Handlung hemmen. Weitere Beispiele: Das Kind mit Schwierigkeiten in der Aufmerksamkeit sitzt in der Klasse mit Blick zum Fenster. Dadurch ist es ständig durch äußere Reize abgelenkt und kann dem Unterricht nicht folgen- es ist also in der Handlungsdurchführung eingeschränkt. Hierbei Veränderungen vorzunehmen, in dem wir einen sehr analytischen Blick haben, zählt zu unserer täglichen Arbeit.

Multimodal und lösungsorientiert

Wir arbeiten multimodal, weil die Ergotherapie davon ausgeht, dass sich alles beeinflusst: Körper-Geist-Seele, das Umfeld und auch die Umwelt den Mensch in seiner Handlung beeinflussen. Ein Beispiel um das abschließend zu verdeutlichen: Nach genauerer Befundung bemerken wir, dass ein Klient eine Handlung aus emotionalen Gründen nicht schafft oder schaffen möchte. Denn er genießt das Umsorgt werden von den Angehörigen. Würde er selber aktiver sein, fiele in gewisser Weise Zuwendung seines Umfeldes weg. Das Problem liegt also nicht immer auf der motorischen Ebene, sondern kann auch im Zusammenhang mit anderen Ursachen (Emotionen, Angehörige, physische Umwelt etc.) stehen.

Wie gehen wir vor?

In der Befundung finden wir durch standartisierte und unstandartisierte Assessments, Tests, Beobachtungen und Befragungen heraus, wo die Hauptrobleme und die Ressourcen liegen. Es benötigt bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten um wieder eine Tätigkeit durchzuführen. Das bezieht sich auf die Körperebene, sensorische Ebene, sozial-emotionale Ebene und die kognitive Ebene.

Die Kognition erstreckt sich über die Intelligenz hinaus. Wenn das Kind oder der Erwachsene chaotisch, planlos, unstrukturiert vorgeht, impulsiv handelt ohne zu überlegen, schnell abgelenkt und wenig fokussiert ist, bei absolut normaler oder überdurchschnittlicher Intelligenz, besteht in der Ergotherapie oft Handlungsbedarf - weil das die Handlung beeinflusst und der Alltag zuhause, in der Arbeit oder Schule erschwert wird.

Sind wir Alltagsexperten?

Absolut, was aber nicht heißt, dass wir immer alles wissen, weil jeder der Experte für sich selbst ist. Wir regen an, dass der Klient mit unserer Hilfe Lösungen und Strategien findet. Unser Ziel ist, dass der Klient so selbstständig wie möglich wird. Ist jemand schwerst beeinträchtigt, geht es wie gesagt viel um Teilhabe! Wir bieten immer Hilfe zur Selbsthilfe - sei es beim Klient oder bei seinen Angehörigen.

Arbeiten wir nie funktionell - am Körper?

Doch... mehr dazu findest du unter Therapieform, hier: Welche Maßnahmen?

Nach hier könntest du aufhören zu lesen.... Da es aber noch weiter geht mit spannenden Details, schaue in diesen Artikel rein: Für wen ist Ergotherapie sinnvoll?  Wenn du wissen willst, ob Angehörige von dir Ergotherapie benötigen, dann ist das für dich interessant...

Ps: Du hast Fragen? Ergotherapie kann oft die Lösung sein, aber natürlich NICHT für alles und jeden. Wenn du denkst, du oder Angehörige benötigen meine Hilfe, dann schreibe mir liebend gerne an [email protected]

Alles Liebe für dich & schönes Handeln im Alltag, Christina[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Ergotherapie hilft Menschen jden Alters, die aufgrund von Verletzungen, Entwicklungsverzögerungen, psychischen Beeinträchtigung etc. in ihren Alltagstätigkeiten sowie im Beruf und Freizeit Schwierigkeiten in der Handlungsdurchführung haben.
Wartberger Straße 18
4643 Pettenbach

Bei Ergotherapeutin Gabriele Wechner
www.etherapie.at
Ich arbeite auf Honorarbasis. Das heißt, je nach Krankenkasse bekommen Sie einen Teil der Therapiekosten zurückerstattet.
Hausbesuche finden im Umkreis von Waldneukirchen statt. Details werden telefonisch abgesprochen.
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Wichtiger Hinweis


Sehr geehrte Damen und Herren!

Leider biete ich derzeit keine Termine in der Praxis Pettenbach.

Vielen Dank, Christina Gegenleitner

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